Jede Spalte und jedes Zeichen der Tabelle, in der Reihenfolge, in der sie dort stehen — ohne Theorie.
Die Liste ordnet alle Aktien eines Index nach der Relativen Stärke nach Levy, dem RSL. Ein RSL über 1 heißt: Der letzte Schlusskurs liegt über dem Durchschnitt der eigenen Schlusskurse, ein RSL unter 1 heißt: darunter. Platz 1 hat der Titel mit dem höchsten RSL.
Die Texte zu den Spalten sind dieselben, die in der interaktiven Liste erscheinen, wenn man mit der Maus über einen Spaltenkopf fährt. Warum der RSL so gerechnet wird, steht in RSL: Methodik & Herkunft.
Der Umschalter „26 Wochen“ / „26 Tage“ wechselt den Zeitraum, über den der Durchschnitt im Nenner des RSL gebildet wird.
Warum 27 Kurse und nicht 26: Levy nennt seine Kennzahl C/A26 und meint damit den aktuellen Kurs und die 26 Wochen davor. Der aktuelle Kurs steht also im Zähler und zählt im Nenner mit. Eine Liste, die nur 26 Kurse mittelt, rechnet einen etwas anderen Wert.
Der Umschalter ändert alle Spalten, die in der Tabelle unten mit „ja“ markiert sind. Die vier violett umrahmten Spalten ändert er nicht: Ihre Zeiträume stehen fest in der Literatur.
Beleg: Robert A. Levy 1967, Abschnitt II („Price Ratios“)
In der Reihenfolge der Tabelle. Einige Spalten sind zunächst ausgeblendet und kommen über „Mehr Spalten einblenden“ oder auf breiten Bildschirmen von selbst dazu.
| Spalte | Was sie zeigt | Hängt an der Basis |
|---|---|---|
| Rang | Platz in der Rangliste der aktuellen Basis. Platz 1 ist der stärkste Wert. | ja |
| ★ | Stern setzen heißt: auf die persönliche Watchlist. | nein |
| Rang (andere Basis) | Platz in der jeweils anderen Basis, dahinter die Veränderung zum Vortag. | ja |
| Symbol | Börsenkürzel. Klick öffnet den Chart bei TradingView. | nein |
| Name | Name des Unternehmens. | nein |
| RSL | Relative Stärke nach Levy: Kurs geteilt durch den gleitenden Durchschnitt. Über 1 heißt: der Kurs liegt über seinem Durchschnitt. Mehr dazu | ja |
| RSL 26W −1W | Derselbe RSL, aber eine Woche früher gerechnet - Zähler und Nenner gemeinsam versetzt. Liegt er weit vom RSL entfernt, bestimmt der jüngste Kurs die Rangfolge. Immer die 26-Wochen-Basis, unabhängig von der gewählten Ansicht. Mehr dazu | nein |
| Mom 12−2 | Kursrendite von vor 12 Monaten bis vor einem Monat. Der jüngste Monat bleibt bewusst draußen, weil Kurse auf kurze Sicht eher umkehren als fortlaufen. So misst der Momentum-Faktor der Forschung (Carhart 1997). Mehr dazu | nein |
| 52W-Hoch | Kurs geteilt durch den höchsten Schlusskurs der letzten 52 Wochen. 1,00 heißt: der Titel steht auf seinem Jahreshoch. Gilt als das stärkste belegte Einzelmaß (George/Hwang 2004). Mehr dazu | nein |
| Vola 6M | Wie stark der Titel schwankt: Schwankungsbreite der Tagesrenditen der letzten 6 Monate, auf ein Jahr hochgerechnet. Keine Wertung - Levy fand, dass Titel, die stark und zugleich volatil waren, am besten abschnitten; höhere Schwankung heißt aber auch höheres Risiko. Mehr dazu | nein |
| RSL-Trend | Entwicklung des RSL über die letzten 5 Perioden. Ein gleichmäßiger Trend hält den RSL konstant - die Pfeile zeigen also, ob sich der Trend gerade beschleunigt oder abflacht. | ja |
| % 1T | Kursveränderung zum vorherigen Handelstag. | nein |
| % 1W | Kursveränderung über 5 Handelstage. | nein |
| % 1M | Kursveränderung über 21 Handelstage. | nein |
| Kurs | Letzter Schlusskurs, in der Währung der Heimatbörse. | nein |
| Marktkap. Mrd. | Börsenwert in Milliarden: Zahl der ausstehenden Aktien mal dem Schlusskurs links. Bei Unternehmen mit mehreren Aktiengattungen zählt nur die hier notierte, der Wert fällt dann kleiner aus. | nein |
| Sektor | Branche nach der GICS-Klassifikation. | nein |
| Sub-Sektor | Unterkategorie derselben Klassifikation - deutlich feiner als der Sektor. Für DAX, Dow und die beiden Dow-Jones-Listen führt die Quelle sie nicht; dort bleibt die Spalte leer. | nein |
| Piotroski | Piotroski-F-Score von 0 bis 9: neun Ja/Nein-Fragen an die letzten zwei Jahresabschlüsse - Gewinn, Cashflow, Verschuldung, Liquidität, Marge, Kapitalumschlag. Hoch heißt finanziell solide. Leer, wenn eine der neun Zahlen fehlt; bei Banken und Versicherern ist das die Regel. | nein |
| SMA-Trend | Richtung des gleitenden Durchschnitts selbst: steigt er oder fällt er. Er ist der Nenner des RSL und dreht spät. | ja |
| Trendqual. | Trendqualität zwischen 0 und 1: Luftlinie geteilt durch den tatsächlich gelaufenen Weg. Nahe 1 heißt geradliniger Verlauf, nahe 0 ein ständiges Hin und Her. Die Richtung spielt keine Rolle. | ja |
| RSI | Relative-Strength-Index nach Wilder (0 bis 100). Über 70 gilt als überkauft, unter 30 als überverkauft. | ja |
| MACD | Abstand zwischen dem 12er- und dem 26er-Durchschnitt, in Kurswährung. Nicht zwischen Aktien vergleichbar - eine 500-Euro-Aktie hat naturgemäß größere Werte. | ja |
| Signal | Lage der MACD-Linie zu ihrer Signallinie: bullish oder bearish. Der Zusatz -cross heißt, dass der Wechsel in den letzten zwei Perioden stattgefunden hat - das stärkste Signal. | ja |
| Index | Index, aus dem der Titel stammt. | nein |
Ein Strich statt einer Zahl heißt: Für diesen Wert reicht die Kursgeschichte des Titels noch nicht, oder die Quelle liefert ihn nicht. Die Liste setzt dann lieber nichts als einen Näherungswert.
Auf den Indexseiten, etwa der Seite zum S&P 500, steht eine kürzere Fassung: Rang, Symbol, Name, RSL, die vier violett umrahmten Spalten und der RSL-Trend, immer auf der Wochenbasis. Die übrigen Spalten gibt es in der interaktiven Liste.
Die Zeichen in der Tabelle sagen, wo ein Titel steht und wohin er sich bewegt — nicht, ob man ihn kaufen sollte.
Neben dem Rang steht, wie viele Plätze der Titel seit dem letzten Lauf gewonnen oder verloren hat: ↑3 heißt drei Plätze nach oben, ↓2 zwei nach unten. Kein Zeichen heißt: unverändert, oder es gibt noch keinen Vergleich. Die Spalte „Rang (andere Basis)“ zeigt denselben Titel in der jeweils anderen Basis.
Der RSL-Trend zeigt, wie sich der RSL zuletzt entwickelt hat, in fünf Stufen:
Ein gleichmäßig steigender Kurs hält den RSL konstant. Ein steigender Pfeil heißt also nicht „der Kurs steigt“, sondern „der Kurs entfernt sich schneller von seinem Durchschnitt“. Der SMA-Trend hat nur drei Stufen (↗, →, ↘) und zeigt die Richtung des Durchschnitts selbst.
Diese vier stammen aus der technischen Analyse und stehen als Zusatz in der Liste; die Rangfolge berühren sie nicht. Was jeder Wert misst, steht oben in der Tabelle. Beim Signal heißt bullish, dass die MACD-Linie über ihrer Signallinie liegt, bearish darunter; -cross markiert einen frischen Wechsel.
Bei 52W-Hoch, Piotroski, Trendqual., RSI und MACD zeigt die Schriftfarbe, wo ein Wert in seiner Spanne liegt: oben grün, unten rot. Beim RSI und beim Piotroski-Score ist die Spanne fest (0 bis 100, 0 bis 9), bei den übrigen die der gerade angezeigten Titel des Index. Momentum und die Kursveränderungen sind nach dem Vorzeichen gefärbt. Die Farben sind eine Lesehilfe, kein Kauf- oder Verkaufssignal.
Die vier umrahmten Spalten stehen neben dem RSL, nicht an seiner Stelle.
Der RSL ist so gerechnet, wie Levy ihn 1967 definiert hat, damit er mit anderen RSL-Listen vergleichbar bleibt. Die vier Spalten daneben bilden den heutigen Stand der Forschung ab, unverändert aus der Literatur übernommen. Die Rangfolge der Liste bestimmen sie nicht. Zu jeder gibt es eine eigene Seite:
Wie sie zusammenhängen und warum der RSL trotzdem bleibt, was er ist, steht in Weiterentwicklung der RSL-Strategie.
Eine Rangliste nach einer belegten Kennzahl — keine Vorhersage für einen einzelnen Titel.
Belegt ist, dass Kursstärke über viele Aktien und viele Jahre eine Weile anhält. Nicht belegt ist, dass ein bestimmter Wert in dieser Tabelle den Kurs von morgen vorhersagt. Mehr dazu in Was diese Liste nicht ist.
Keine Anlageberatung und keine Anlageempfehlung. Vergangene Wertentwicklung ist kein verlässlicher Indikator für die künftige, und bei Wertpapieren besteht das Risiko des Totalverlusts.
Jede Zahl auf dieser Seite steht mit ihrer Fundstelle daneben — Abschnitt, Tabelle oder Seite. Die Links führen über die DOI zum Aufsatz; die Volltexte liegen überwiegend hinter Bezahlschranken der Verlage, die bibliographischen Angaben genügen aber für jede Bibliothek.